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Die Macht der Zentralbanken:
Wenn der Zins aus dem Ruder läuft

14.03.2017

Die Macht der Zentralbanken: Wenn der Zins aus dem Ruder läuft

Der Zins ist allgemein als Preis für das Geld bzw. dessen Leihe definiert und dient zur Deckung der Kosten des Geldgebers. Logischerweise muss dieser Preis in einer Marktwirtschaft von Angebot und Nachfrage bestimmt werden – allerdings nur zum Teil. Den entscheidenden Einfluss haben die Notenbanken, welche die Leitzinsen festlegen und damit wichtige Impulse für die Konjunktur, die Inflation und auch die Währungskurse geben.

Die Wirkung des Zinses: Staatsanleihen

Will ein Staat neue Schulden aufnehmen, gibt er Staatsanleihen aus: Er bietet den Investoren eine Rendite, damit diese ihr Kapital zur Verfügung stellen. Generell gelten Staatsanleihen als relativ sicher, denn letztendlich stehen alle Steuereinnahmen als Sicherheit zur Verfügung. Trotzdem gibt es riesige Unterschiede, denn auch Zahlungsausfälle sind möglich: Deutschland kann beispielsweise extrem niedrige oder sogar negative Zinssätze anwenden. Der deutsche Staat bekam also Geld dafür, dass er Geld von Investoren angenommen hat. Andere Staaten müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen, um überhaupt einen Kapitalgeber für sich begeistern zu können.

Ausschlaggebend sind verschiedene Faktoren. Einerseits spielt das Ausfallrisiko eine entscheidende Rolle: Je sicherer die Rückzahlung des Kapitals, desto niedriger die Zinssätze – und umgekehrt. Andererseits treibt ein großer Finanzierungsbedarf die Konditionen in die Höhe, wie aktuell in den USA zu sehen ist. Das geplante Infrastrukturprogramm macht neue Schulden unumgänglich, die Geldgeber sehen sich in der stärkeren Position und fordern höhere Renditen – der Zins für US-Staatsanleihen ist gestiegen.

Die Notenbank am Hebel der Zinssätze

Ganz unabhängig von den Marktmechanismen existiert allerdings eine weitere Institution, die das gesamte Zinsniveau ihres Einflussbereiches im Griff hat: die jeweilige Zentralbank. Mit den sogenannten Leitzinsen können FED, EZB & Co. direkt auf den gesamten Markt einwirken. Nach der Finanzkrise haben die großen Zentralbanken unisono die Zinssätze gesenkt, im EU-Raum sogar auf 0,0 Prozent. In der Folge fielen auch die Finanzierungszinsen der Banken, womit die Konjunktur und auch die Inflation angekurbelt werden sollten. Bislang war diesem Ansatz jedoch wenig Erfolg beschieden, eine Änderung ist nicht absehbar: Höhere Zinssätze ließen nämlich auch die Kosten für die Staatsschulden steigen, was bei vielen EU-Mitgliedsländern ein unwägbares Risiko für den Staatshaushalt implizieren würde.

 

 

 

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